Vietnam Rundreise 9/17: Ruinen der Champa in My Son, unterwegs von Hoi An nach Can Tho

Während eines Tagesausfluges machten wir uns von Hoi An aus auf weiter ins Landesinnere. Unser Ziel waren die Ruinen der Champa in My Son. Auf dem Weg dorthin besuchten wir einen landestypischen Bauernmarkt und eine Bauernfamilie die Reispapier herstellte.

Der folgende Tag war leider ein kompletter Reisetag. Wir flogen von Danang nach Saigon. Als wir dort ankamen, war es leider schon dunkel, aber unsere Reise für den Tag war noch nicht zu Ende. Wir mussten noch ca. fünf Stunden mit dem Bus weiter südlich nach Can Tho fahren. Insgesamt waren wir mehr als 12 Stunden auf Achse!

… hier geht es weiter mit unserem Tagebuch:

Donnerstag, 8. November 2007:

Birgit schrieb:

Heute früh ging es um 8.30 Uhr los. Auf dem Programm standen die alten Champastätten in My Son. Auf dem Weg dorthin machten wir noch kurz an einem Bauernmarkt halt. Ein typischer Markt wir bei uns, auf dem alle Bauern der Umgebung ihre Ernten zum Verkauf anboten. Na gut, mit einem Markt in Deutschland ist das nicht wirklich zu vergleichen. Es ist, für unsere Verhältnisse, alles sehr provisorisch hergerichtet, aber es erfüllt halt seinen Zweck. Für uns eher hoch gewachsene Europäer war aber vieles doch recht niedrig, so dass wir teilweise doch recht gebückt gehen mussten. Aber es gab alles, was das Herz begehrt und vor allem ist es immer frisch. Darauf legen die Vietnamesen sehr viel wert, denn sie gehen jeden Tag einkaufen, damit sie immer mit frischen Sachen kochen können. Falls sie überhaupt einen Kühlschrank haben, dient dieser eigentlich nur zum kühlen von Getränken.

Alles ein bisschen niedrig für uns 😉

Auf uns wirkt alles ein wenig provisorisch… aber es funktioniert!

Die Vietnamesen gehen fast jeden Tag alles frisch auf dem Markt einkaufen.

Den zweiten Stopp vor My Son legten wir bei einer Bauernfamilie ein, die Reispapier oder auch Knackpapier herstellte. Das funktioniert fast wie die Herstellung von Crepes bei uns. Die Familie war sehr freundlich und als eine Frau aus unserer Reisegruppe selber mal die Herstellung übernehmen durfte, hatten alle eine Menge Spaß. Ansonsten gab es noch ein paar Schweine mit kleinen Ferkeln, kleine Kaninchen und Tauben auf dem Hof. Zum Schluss haben wir dann auch das erste Mal eine Erdnusspflanze gesehen. Wie der Name schon sagt, die Nuss wächst auf der Erde 😉

Das Haus der Bauernfamilie

Der Hof vor dem Eingang

Wir wurden in die Herstellung von Reispapier eingeweiht!

Das Reispapier kommt zum Trocknen in die Sonne.

Die Schweinchen hatten es uns allen angetan…

… und erst diese kleinen Ferkel 🙂

In My Son angekommen, mussten wir in kleine Minibusse umsteigen um zum Ausgangspunkt für den Rundweg der erhaltenen Bauwerke der Champa zu kommen. Als auch ein alter Jeep für den Weg angeboten wurde, meldeten wir uns natürlich als erstes 😉

Die „Einfahrt“ zum Weltkulturerbe My Son

Genau das Richtige für Markus 🙂

 Nachdem alle Leute aus unserer Reisegruppe angekommen waren, liefen wir los. Die Sonne brannte vom Himmel, so dass ich mich recht schnell ärgerte kein Wasser mitgenommen zu haben 🙁 Und dann war mal wieder „alte Steine gucken“ angesagt 😉 Wir bekamen viele Informationen über die Kultur der Champa und machten viele schönen Fotos. Bei der Hitze waren wir aber auch froh, als wir endlich wieder im klimatisierten Bus saßen.

Schnell noch auf die Karte geschaut…

… und los ging es durch den Regenwald.

Die Ruinen von My Son 1

Die Ruinen von My Son 2

Die Ruinen von My Son 3

Die Ruinen von My Son 4

Die Ruinen von My Son 5

Wir in den Ruinen von My Son 😉

Die Ruinen von My Son 6

Die Ruinen von My Son 7

Die Ruinen von My Son 8

Projekt: Das Weltkulturerbe soll erhalten werden!

 Pünktlich um 14.00 Uhr kamen wir dann nach einer Stunde Fahrt wieder im Hotel an. Um diese Zeit hatten wir ja auch den Schneider bestellt, der Markus seinen Anzug zur Anprobe bringen sollte. Leider saß der Anzug noch nicht so wirklich gut und so gaben wir noch einige Änderungen in Auftrag.

Zu Fuß machten wir uns dann auf in die Altstadt von Hoi An. Im Reiseführer wird diese immer als malerisch bezeichnet. Davon merkten wir am Anfang nicht viel. Es war zwar nicht ganz so chaotisch wie in Hanoi, aber die Luft war mindestens genauso schlecht. Erstaunlicherweise änderte sich dies, sobald man einen kleinen Tempel am Rande der Straße betrat. Es wurde merklich ruhiger und die Luft war auch gleich viel besser.

Eine typische Straße in Hoi An

Einer von vielen Tempeln

Der Tempel von innen.

Eine farbenfrohe Tür

Wenn man sich immer weiter die Straße entlang „quält“, kommt irgendwann das Wahrzeichen von Hoi An: Die japanische Brücke. Geht man darüber (das fahren ist nicht erlaubt), wird es in der dahinter liegenden Straße merklich ruhiger. Es gibt viele Galerien und Kunsthandwerkläden, die ihre Waren den Touristen anbieten.

Wir haben sie gefunden… das Wahrzeichen Hoi Ans, die japanische Brücke.

Die japanische Brücke von der Seite

Markus war auch dort 🙂

Im „Innern“ der Brücke

Die ruhige Straße auf der anderen Seite der Brücke

Nachdem wir davon genug hatten, schlenderten wir am Fluss entlang. Hier war es nun sehr schön, und auch wirklich so malerisch, wie es der Reiseführer verspricht. Leider verfallen aber auch viele Gebäude und es sieht momentan nicht so aus, als ob da jemand etwas gegen tut. Eigentlich sehr schade.

Markus stellt sich in Position

Viele Fischerboote im Hafen von Hoi An

Fischen ist neben der Landwirtschaft ein großer „Erwerbszweig“ in Vietnam

Auch in Hoi An haben die Unwetter der letzten Wochen das Wasser über die Ufer treten lassen

Die Uferpromenade im Hafen von Hoi An

Noch mehr Fischerboote ;o)

Hier kümmert sich kaum jemand um die zerfallenen Häuser

 Unser Rückweg zur Busstation führte uns wieder über einen „normalen“ Markt. Einfach erstaunlich. Man kann es schlecht erklären, man muss es wirklich mal gesehen haben. Da wir keine Lust mehr zum laufen hatten, nahmen wir uns für 2 US$ ein Taxi zurück ins Hotel.

Wieder auf einem Markt unterwegs

Fremde Märkte haben ihren besonderen Reiz

Hier wird alles mit dem Motorrad transportiert

Und eine Tankstelle gibt es auch

Gegenüber von dem Hotel gingen wir dann in einem kleinen Restaurant essen, welches und Voh empfohlen hatte. Dort aßen wir unser erstes vietnamesisches Curry mit Huhn. Seeeehhhhrrrr lecker 🙂 Für zwei Mal Curry, eine Tomatensuppe und vier Getränke haben wir nicht mal 10 € bezahlt.

Hier war es sehr lecker 🙂

 Anschließend bekam Markus seinen Anzug zurück und diesmal saß er perfekt. Wir schrieben dann nur noch unsere Postkarten und gingen um 21.00 Uhr schlafen. Eigentlich sollte es am nächsten Tag schon um 8.30 Uhr mit dem Flieger nach Saigon weiter gehen. In der Hotel-Lobby haben wir dann allerdings noch erfahren, dass dieser Flug auf 14.10 Uhr verschoben wurde. Nun können wir schön ausschlafen *gähn* Gute Nacht…

Ach, fast hätte ich noch die alte Dame vergessen, die wir am Internet-Terminal getroffen haben. Sie fragte uns woher wir denn aus Deutschland kommen würden. Sehr erstaunt waren wir, dass sie als Amerikanerin Hameln kannte, denn dort war sie in den 60er Jahren mal gewesen. Sie war damals mit einer schwarzen Freundin aus Ghana dort gewesen und hat da bei einigen Leuten für helle Aufregung gesorgt, da man in unserer Heimat wohl zu dieser Zeit kaum so dunkel häutige Menschen gesehen hatte… zum Glück ändern sich die Zeiten 😉

Freitag, 9. November 2007:

Birgit schrieb:

Den heutigen Tag haben wir eigentlich nur damit verbracht Zeit totzuschlagen 🙁 Eigentlich sollten wir morgens um 8.30 Uhr mit Pacific Airlines von Danang nach Saigon fliegen. Spät abends hatten wir dann ja noch erfahren, dass auf Grund einiger Taifune in den letzten Tagen viele Maschinen aus dem Ausland Verspätungen hatten und somit nun auch unsere Maschine erst viel später gehen sollte. Voh meinte, dass die Maschine um 14.10 Uhr los fliegen sollte. Vorher sollte es für uns noch ein Mittagessen in Danang geben. So konnten wir heute erst einmal ohne Wecker ausschlafen und machten uns dann um 10.30 Uhr auf den Weg in Richtung Danang. Die Straße von Hoi An nach Danang führt immer geradeaus am Strand entlang, der noch so gut wie unberührt ist. Voh erzählte und aber, dass sich schon einige Hotelketten Grundstücke reserviert haben und das es dort in fünf bis zehn Jahren schon ganz anders aussehen wird. Schön, dass wir diesen Flecken Natur noch so sehen durften.

Um 12.00 Uhr gab es dann noch einem kleinen Spaziergang Mittagessen in einem typischen Touristenrestaurant. Als wir erst um kurz nach eins das Restaurant verließen um zum Flughafen zu fahren, war uns allen irgendwie schon klar, dass der Flieger garantiert nicht um 14.10 Uhr startet. Und so war es dann auch. Auf den Anzeigetafeln stand er für 15.40 Uhr. Nachdem Voh für uns alle eingecheckt hatte, vertrieben wir uns ein wenig die Zeit. Es hat diesmal sogar problemlos geklappt zu Hause anzurufen… unsere Mamas waren richtig froh unsere Stimmen zu hören 🙂

Zeit totschlagen in Danang 1

Auch hier waren die Auswirkungen des Hochwassers überall zu sehen

Zeit totschlagen in Danang 2

Zeit totschlagen in Danang 3

Hier haben wir Mittag gegessen

 Erst kurz nach fünf landeten wir endlich in Saigon. Diesmal wartete unser Reiseleiter schon auf uns. Geschockt waren wir alle ein wenig, als es hieß, dass wir nun noch ca. fünf bis sechs Stunden Busfahrt vor uns hatten… für 170 km 😉 Sehr spannend war mal wieder dir Fahrt direkt durch Saigon. Die Stadt wirkt gleich viel moderner als Hanoi, das Verkehrschaos ist aber mindestens genauso schlimm. Offiziell hat Saigon acht Millionen Einwohner und vier Millionen Motorräder. Etliche begleiteten uns auf dem Weg raus aus der Stadt.

Nach ca. zwei Stunden machten wir Pause, damit wir alle etwas Essen konnten, schließlich gab es um 12.00 Uhr die letzte richtige Mahlzeit… dir paar Oreos zwischendurch jetzt mal nicht mitgerechnet. Nach weiteren zwei Stunden hieß es dann raus aus dem Bus und rauf auf die Fähre. Der „Highway No. 1“ war hier am unteren Mekong unterbrochen und naur mit Fähren zu überqueren. Es wird zwar gerade an einer Brücke gebaut, doch dabei gab es vor einigen Wochen einen herben Rückschlag. Selbst bei uns haben wir davon in den Nachrichten gehört, dass ein Teil der Brücke eingestürzt ist und viele Arbeiter dabei ums Leben kamen.

Die Überfahrt mit der Fähre ging auch für unseren Reiseleiter erstaunlich schnell und nach weiteren 10 km waren wir gegen halb zwölf endlich am Ziel in Can Tho. Es wurde noch beschlossen die Schifffahrt zu den schwimmenden Märkten auf übermorgen zu verschieben, dann gingen wir alle totmüde schlafen.

Unser Zimmer in Can Tho… es roch ein wenig muffig 🙁

Ach, fast hätte ich es vergessen… der Flug mit Pacific!!! Schon beim einsteigen merkten wir, dass das Flugzeug nicht mehr das neuste war. Auch der Sitzabstand war wirklich nur sehr knapp bemessen. Am erstauntesten waren wir aber als wir merkten, dass der Service an Bord nicht inbegriffen ist. Es scheint sich bei Pacific also um eine „Billigairline“ zu handeln… da hat Meiers Weltreisen wohl ein wenig gespart 🙁

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