MYANMAR #10 – Mingun, Inwa (Ava) und Amarapura (Burma mit Take Off Reisen)

Heute stand als erstes wieder eine Bootsfahrt auf unserem Programm. Wir machten uns auf dem Irrawaddy nordwärts, gegen den Strom, auf den Weg nach Mingun. Dort besuchten wir den imposanten Sockel der nie vollendeten Mingun-Pagode, die Mingun-Bell (die Größte noch klingende Glocke der Welt) und die weiß leuchtende Hsinbyume-Pagode. Zurück in Mandalay nehmen wir nach einer kurzen Autofahrt eine Fähre zur „Insel“ Inwa, der Hauptstadt des alten Königreichs Ava. Dort sehen wir uns während einer Kutschfahrt das Bagaya Kloster und die Yadana Hsemee Pagode genauer an. Den Sonnenuntergang erleben wir dann an der längsten Teakholzbrücke der Welt, der U-Bein-Brücke in Amarapura. Wieder ein langer Tag… mit unterschiedlichsten Eindrücken… aber schaut doch mal selber:

In unser Reise-Tagebuch schrieben wir folgendes:

Dienstag, 01.12.2015 – Mingun, Inwa (Ava), Amarapura

Heute früh hatten wir nur einen kurzen Weg durch Mandalay zum Irrawaddy.  Auf dem Weg haben wir wieder viele Mönche und Nonnen gesehen. Diese kommen morgens auch aus den Klostern, die rund um Mandalay liegen. Die Mönche leben allein von den Spenden der Menschen. Am Vormittag machen sie sich auf ihren festen Weg um die Almosen (hauptsächlich Essenspenden) zu sammeln. Sind bei den Mönche beide Schultern bedeckt, sind sie noch dabei Almosen zu sammeln. Ist eine Schulter nackt, sind sie anderweitig unterwegs. Auf ihrem Almosenweg werden sie von Fahrern kostenlos mitgenommen.

Am Flussufer angekommen stiegen wir nur über Holzplanken von einem Boot zum nächsten, um auf das letzte zu gelangen. Dieses Boot war nur für uns, es gehörte einer kleinen Familie, die gerade Nachwuchs bekommen hatte.

Für uns sieht das alles sehr chaotisch aus…

… aber mit ein wenig Hilfe finden wir unseren Weg…

… über die Holzplanken…

… zu unserem Boot 🙂

Langsam tuckerten wir über den Fluss und konnten immer wieder kleine Boote sehen, von denen aus die Männer mit langen Stangen im Fluss „stocherten“. Sai erklärte uns, dass sie nach Teakholzstämmen suchten, die während des eigentlichen Transports von großen Frachtern „abhanden gekommen sind“. Dies sei ihre oft einzige, bei einem Fund aber auch sehr lohnende, Einnahmequelle.

Auch in Myanmar ist die Flagge ein Muss 🙂

Hier wird nach versunkenen Holzstämmen „gestochert“

Schon von weitem fiel uns dann der Sockel der Mingun-Pagode auf. Diese Pagode sollte einst die gewaltigste Pagode Myanmars werden, wurde aber nie fertiggestellt. Wir kamen immer näher und legten dann direkt unterhalb der Pagode am Ufer an.

Waschtag 🙂

Einen Anlegesteg gibt es nicht… wir kraxeln das Ufer hoch…

… und können die Bewohner bei ihrer…

… täglichen Arbeit beobachten.

Auf dem Weg zur Pagode wurden wir das erste Mal überhaupt in Myanmar von Souvenirverkäufern umlagert. Nicht wirklich aufdringlich, aber sie waren da. Das hatten wir bis dato in diesem Land noch nicht so erlebt.

Wenn man dann vor dem Sockel steht wird einem erst so richtig bewußt, wie gigantisch diese Pagode werden sollte. Da der Sockel durch einige Erdbeben schon erhebliche Risse aufweist, ist das klettern dort strengstens verboten… aber kontrolliert wird das auch nicht, und auch hier gibt es immer wieder den ein oder anderen Tourist, dem für ein tolles Urlaubsfoto nichts zu gefährlich ist 🙁

Wirklich gigantisch, wenn man die kleinen Menschen am weißen Eingang als Maßstab nimmt.

Häufige Erdbeben…

… haben ihre Spuren hinterlassen.

Wir schlenderten weiter und kamen an einer kleinen Pagode vorbei. Diese Pagode war zu Eheren eines Mönchs, der alle Verse Buddhas rezitiern konnte.

In einem schön angelegten Garten…

… liegt diese Pagode…

… zu Ehren dieses Mönchs.

Die Krone dieses Baums hat uns wirklich beeindruckt.

Gleich daneben bestaunten wir dann die Mingun Bell. Mit 3,70 m Höhe, einem unteren Durchmesser von 5 Metern und 87 Tonnen Gewicht (lt. Wikipedia) ist sie die größte noch klingende Glocke der Welt. Wir ließen die Glocke klingen und trauten uns dann sogar einmal unter die Glocke zu kriechen… ein ganz schon komisches Gefühl… aber so eine Gelegenheit bekommt man sicherlich nicht so bald wieder 🙂

Der Eingang zur Mingun-Bell

Einige Daten für die Statistiker 🙂

Wow… ganz schön groß!

Innen ist es ganz schön laut, wenn von außen jemand „läutet“.

Sai schaut, ob es uns gut geht 😉

Unser Spaziergang ging weiter und auf dem Weg zur Hsinbyume-Pagode kauften wir uns zusammen mit Sai eine kleine süße Köstlichkeit. Als wir an der Pagode ankamen, duftete diese aber wohl auch für streunende Hunde sehr lecker. Sie ließen uns nicht in Ruhe, bis sie auch noch das letzte Stückchen von uns ergattert haben. Die Hsinbyume-Pagode ist wirklich beeindruchend… sie strahlt weiß und ist in einer Art Wellenform gebaut. Steigt man sie hinauf, hat man einen schönen Überblick über die Gegend rund um Mingun.

Taxi 🙂

Eis-Diele 🙂

Die Hsinbyume-Pagode ist wirklich groß… da fällt es schwer alles aufs Foto zu bekommen.

Die Wellenform fanden wir sehr schön.

Barfuss ging es hinauf…

… an einem Buddha vorbei…

… ach nein es sind ja zwei, da hat sich ja noch einer versteckt 😉

Die Aussicht von oben ins Land…

… und zur Mingun-Pagoda.

Danach ging es zurück zum Boot. Die Frau des Bootes hat für uns den Tisch auf dem Deck des Schiffes mit einer süße Tischdecke gedeckt und es standen Bananen und Erdnüsse bereit. Uns berührte diese kleine Geste sehr, wenn man bedenkt, dass die Menschen doch recht arm sind. Sie machten uns aber während der ganzen Reise immer wieder mit kleinen Gesten eine sehr große Freude.

Wir waren sehr gerührt 🙂

Ein wenig schneller wie auf dem Hinweg ging es stromabwärts zurück nach Mandalay. Dort machten wir nach einer kurzden Autofahrt noch einen Stopp zum Mittagessen und dann ging es auf die „Fähre“ nach Inwa. Dort wechselten wir das Gefährt… mit einer kleinen Kutsche hoppelten wir über die teils sehr holprigen Straßen vorbei an den schönsten Pagoden bis hin zum Bagaya Kloster.

Mittagspause mit Blick auf die zwei Flüsse, die Inwa umgeben.

Mit der Fähre geht es über den Fluss.

Unsere Kutsche in Inwa…

… Markus darf mit auf den Bock 🙂

Angekommen am Bagaya Kloster

Das Kloster ist komplett aus Holz…

… mit kleinen Türmchen verziert…

… und auf Pfählen gebaut.

Im Inneren ist es durch das dunkle Holz recht dunkel…

… trotzdem glänzt auch hier die ein…

… oder andere Buddha-Figur.

Die Kinder rezitieren Ferse Buddhas…

… dieser kleine Schüler war besonders goldig 🙂

Der nächste Stopp war die Yadana Hsemee Pagode, von der mehr oder weniger nur noch die Ruinen stehen. Trotzdem ist das Gelände sehr imposant, vor allem wegen der noch vorhandenen Buddha-Statuen, die nun im Freien stehen.

Die Landschaft in Inwa ist echt schön…

… wir hoppelten weiter mit unseren Kutschen durch die Gegend…

… aber ein paar Fotos sind trotzdem etwas geworden 🙂

Angekommen 🙂

Einige Buddha-Statuen inmitten der Natur…

… unter freiem Himmel…

… das war schon eine besondere Atmosphäre.

Auch in den kleinen Backstein-Pagoden gab es etwas zu entdecken.

Auf dem Weg zurück zur Fähre machen wir noch einen kurzen Fotostopp am „Mahar Aung Mye Bon San Monastery“ oder auch „The Queen’s Brick Monastery„.

Diese Schilder machen die Erinnerung an die Namen einfach leichter 😉

Riesige Löwen bewachen den Eingang…

… zu diesem imposanten Kloster. Schade, dass nur Zeit für einen kurzen Fotostopp war 🙁

Weiter geht es zum Flussufer…

… und wieder auf die Fähre.

Gleich an Inwa angrenzend liegt Amarapura. Amarapura ist bekannt für seine 1,2 km lange Teakholz-Brücke, die so genannte U-Bein-Brücke. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen über diese Brücke wuseln. Wenn man dann selber einmal darauf steht, merkt man, das das doch eine wackelige Angelegenheit ist. Wir hatten leider keine Zeit einmal ganz rüber zu gehen, aber einen kleine Eindruck haben wir doch gewonnen. Zum Sonnenuntergang ließen wir uns dann noch mit einem kleinen Ruderboot eimal direkt unter der Brücke durchfahren. Auch hier sah man, in was für einem baufälligen Zustand diese Brücke eigentlich ist… aber sie hat ja bisher auch gehalten 😉

Auf der U-Bein-Brücke… der längsten Teakholz-Brücke der Welt.

Von oben gibt es wieder spannendes zu sehen.

Die Einheimischen freuen sich immer sehr, dass wir ihr Land besuchen.

Bei einer Bootsfahrt…

… sieht man die Brücke noch einmal…

… aus einer anderen Perspektive.

Der Sonnenuntergang …

… wechselt ständig…

… die Intensität der Farben 🙂

Das war wieder ein langer Tag für uns… die letzte Nacht in unserem Hotel in Mandalay liegt nun vor uns… dann geht es weiter in Richtung Monywa und Bagan… gute Nacht.

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